3. Mai 2017 Anja Förster 0Comment

Stichwort: Seife. Die ersten beiden Gedanken, die mir dazu einfallen sind Hände waschen und meine Oma. Seife ist das alte Hausmittel meiner Großmutter gegen jegliche Arten von Schmutz. Ein echter Alleskönner im Kampf gegen Flecken. Ihre Stärke: Fettlösekraft. Genau deshalb ist Seife auch beim Händewaschen besonders wirkungsintensiv. Allerdings neigt die Haut der Hände sehr schnell zum Austrocknen, gerade durch die Verwendung von Seife. Diesen Feuchtigkeits-Entzieher zur kompletten Körperpflege zu verwenden ist in Zeiten von Pflegeduschen, Feuchtigkeits-Shampoos und In-Dusch-Body-Lotions doch absolut nicht zu empfehlen – oder? Vor allem wenn man, wie ich, mit einer dauerhaft trockenen Haut zu kämpfen hat, scheint Seife nicht die beste Lösung der Hautpflege zu sein. Aber vielleicht ist das mit Naturseifen ja ganz anders. Meine Oma ist ein Fan von Natürlichkeit und weil Omis wissen, was gut ist, hab ich den Test gemacht.

Natur pur.

Meine dritte Testphase hatte sich ordentlich gewaschen – natürlich nur mit Naturseife. Im Cremerladen werden verschiedene Seifen aus komplett natürlichen und biologischen Zutaten von Inhaberin Astrid selbst gerührt. Ihr könnt sie auch hier auf dem Blog kennenlernen. Sie berichtet unter der gleichnamigen Rubrik regelmäßig über Neuigkeiten ihres Shops.

Im Laden bekommt man die Seife mit einer recht einfachen Pappverpackung. Sie ist relativ schlicht gestaltet und sieht mit dem Blumenmuster etwas altertümlich aus. Damit passt sie aber, wie ich finde, optimal zum eher rustikalen Auftreten des Cremerladens und auch zur Natürlichkeit des Produktes. Das Besondere: in der Verpackung ist eine Visitenkarte des Cremerladens integriert. Die könnt ihr euch abtrennen und für Nachbestellungen aufbewahren. Einfach genial und so schön naturfreundlich!
Die Seife selbst hat die Form eines rechteckigen Blocks und ist nicht so oval wie übliche Seifenformen. Ich mag vor allem das mehrfarbige Muster, das an selbstgefärbte Batik-Shirts erinnert. Es macht die Seife irgendwie ästhetisch, wie sie so in meinem Badezimmer liegt. Ein spezieller Geruch ist mir zunächst nicht aufgefallen. Ich würde ihn entweder als typisch seifenartig bezeichnen oder einfach als neutral. Interessant war für mich das Gefühl beim Auspacken, denn da fühlt sich die Seife zunächst etwas wachsartig an. Aber bereits nach der ersten Anwendung wird sie glatt wie übliche Seifen.

Verpackung der Salzseife von hinten
Verpackung der Salzseife von hinten

Das Exemplar, das ich vom Cremerladen habe, ist eine reine Naturseife mit Solesalz. Solesalz gehört zu den Ursalzen der Erde. Es wird unter Tage gewonnen und ist nach Astrids Angaben reiner als Meersalz. Es hat nämlich keine Verunreinigungen durch die Umwelt abbekommen. Außeredem wirkt Solesalz wohl auch natürlich antibakteriell. Die Seife selbst soll eine sehr gute hautstraffende Wirkung haben, entzündungshemmend und sogar beruhigend sein. Sie ist speziell für die Gesichtsreinigung und Körperhygiene gedacht. Sie kann aber auch zur Haarwäsche verwendet werden, was mich ein bisschen verwundert hat. Und das Wichtigste: durch einen hohen Anteil an Sheabutter und Kakaobutter bleibt die Haut wohl geschmeidig und trocknet nicht aus. So weit klingt das doch schon mal echt gut.

Meine Erwartungen…

… wurden mit diesen Ankündigungen natürlich ganz schön hochgeschraubt. Gerade weil Seife ihr austrocknender Ruf vorauseilt, war ich ganz schön skeptisch, was diese Wirkung betrifft. Deshalb habe ich mich auch gleich mal mit einer Body Marmelade aus dem Cremerladen eingedeckt. Aber dazu mehr im nächsten Beitrag. Besonders faltig bin ich in meinen jungen Jahren ja zum Glück noch nicht. Da kann ich also keine Verbesserung erwarten und faltiger kann meine trockene Haut so schnell theoretisch nicht werden. Aber geschmeidiger. Was das angeht, darf sich die Seife gerne positiv auf einige raue Stellen meiner Hautoberfläche auswirken. Auch gegen eine Verbesserung meiner Gesichtshaut hätte ich nichts einzuwenden. Also los.

Anwendung

Ich habe die Seife hauptsächlich für Gesicht, Körper und Nägel verwendet. Die Anwendung: Nass machen, einseifen, abduschen, fertig. Wie man Seife eben so nutzt und in einen Duschschwamm gepackt schäumt sie richtig gut. Nach dem Abduschen entsteht zwar erstmal ein etwas dumpfes Gefühl auf der Haut, das lässt aber relativ schnell nach. Zur Reinigung meiner Nägel habe ich die Seife an meiner Handbürste gerieben und damit meine Fingernägel geschrubbt. Da sich viel mehr zur Anwendung gar nicht sagen lässt, will ich euch meine Testergebnisse nicht länger vorenthalten.

Salzseife vom Cremerladen
Anwendung der Salzseife

Testergebnisse

Eins vorweg: am Ruf der Seife hält meine Solesalzseife in einer Hinsicht fest – sie macht ordentlich sauber. Das dumpfe Gefühl nach dem Abduschen ist etwas gewöhnungsdürftig, wenn man Cremeduschen gewohnt ist. Es hinterlässt aber auch den Eindruck, dass man wirklich sauber geworden ist und nach dem Abtrocknen ist das Gefühl auch direkt wieder weg.

Nach dem Duschen creme ich mich aufgrund meiner trockenen Haut aus Gewohnheit immer direkt ein. Für den Blog habe ich das hin und wieder mal ausgelassen, um die Seife einem kleinen Härtetest zu unterziehen. Und tatsächlich haben sich meine Bedenken einer ausgetrockneten Haut nicht bestätigt. Ich muss zwar zugeben, dass meine Haut von der Anwendung nicht unbedingt geschmeidiger geworden ist, aber verschlimmert hat sich der Zustand definitiv nicht. Meine Haut ist von sich aus recht trocken und nicht komplett gestrafft. Daran hat die Seife relativ wenig geändert. Vielleicht waren die vier Wochen aber auch noch etwas zur kurz, um diverse Hautglättungen festzustellen. Ich berichte, falls sich in nächster Zeit noch etwas ändert, denn trotz täglicher Anwendung ist von meinem Seifenstück noch ganz gut was da.

Ein positives Ergebnis kann ich vor allem im Gesicht feststellen. Die antibakterielle Wirkung macht sich komplett bezahlt und hat meiner leicht unreinen Haut in Kombination mit einer Tagescreme sehr gut geholfen.

Und auch meine Nägel sind begeistert bzw. ich über das Ergebnis meiner Nägel. Durch die Reinigung mit der Seife sind sie nicht nur sauber, sondern nach meinem Empfinden auch etwas härter geworden. In den letzten Wochen sind die nämlich deutlich weniger gebrochen als sonst. Das freut mich – natürlich!

Auswertung

Zwar darf man von einer Seife keine Wunder erwarten, aber zufrieden kann ich mit meinen Ergebnissen der Naturseife aus dem Cremerladen auf jeden Fall sein. Der Preis liegt zwischen 6 und 10 Euro und sollte sich für die Haltbarkeit auch durchaus rechnen. Abschließend muss ich zugeben, dass es sich manchmal wirklich lohnt, alte Hausmittelchen für sich wieder zu entdecken. Oma setzt ja auch nicht ohne Grund immer auf die Kraft der Natur. Mit diesem Tipp beende ich meine dritte Testphase und kann euch sagen, das Ergebnis meines Seifentests ist eine saubere Leistung.

Testgrüße von Anja

Salzseife vom Cremerladen
Kleines Extra: Die Visitenkarte vom Cremerladen in der Verpackung integriert

Infobox
Hauttyp
alle Hauttypen
Anwendungsgebiete
Gesicht / Körper
Wirkung
pflegend
Natürlichkeit
ohne Zusätze von synthetischen Duft-u.Farbstoffen, keine Konservierungsmittel, keine Parabene, kein Glycerin, ohne Tenside, kein Alkohol, synthetische oder naturidentische Rohstoffe, Paraffine und Parfüme sowie hautreizende Stoffe
Beschaffenheit
Rohstoffe  überwiegend aus biologischen Anbau, reine ätherische Öle
Gewicht / Anzahl
90/ 1 Stück
Preis / Bezugsquelle
Qualität

 BIO Rohstoffe - Merkmale VeganRohstoffe - Merkmale

 

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